Seit Anfang dieses Jahres ist Lea Stadelmann unsere neue Assistentin. Wir haben mit ihr und ihrer langjährigen Vorgängerin Deborah Züger gesprochen.
Seit Anfang dieses Jahres ist Lea Stadelmann unsere neue Assistentin. Wir haben mit ihr und ihrer langjährigen Vorgängerin Deborah Züger gesprochen: Darüber, was ein*e Assistent*in macht, was der Schweizer Jugendchor für sie bedeutet und was sie einander weitergeben können.
Was macht den Schweizer Jugendchor für euch besonders?
Lea: Als Sängerin waren es weniger «bestimmte Momente», sondern vielmehr das generelle Gefühl, Teil dieses schönen Klangkörpers zu sein. Jetzt als Assi ist es natürlich eine ganz besondere Erfahrung, den Chor zu dirigieren und den Chor mitzugestalten.
Deborah: Dem schliesse ich mich an. Diese Möglichkeit, mit anderen jungen Menschen aus der ganzen Schweiz auf hohem Niveau Musik zu machen ist einzigartig und hat mich sowohl als Chorleiterin und Sängerin als auch als Mensch sehr geprägt.
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Was war das Erste, was ihr gemacht habt als Assistentin?
Lea: Das war die wöchentliche Assi-Sitzung, bei der wir alles Anstehende besprechen. Ich bekam also gleich am Anfang einen guten Einblick in die Arbeit, die die Assistentinnen im Hintergrund machen.
Deborah: Diese gab es bei mir noch nicht, da damals die Aufgaben der Assistent*innen noch rein künstlerisch waren. Mein Einstieg war das SFEC-Wochenende in Schaffhausen, bei dem ich am Galakonzert Campana von Julien-François Zbinden dirigieren durfte.
Was bedeutet das Assisein denn für euch – Mal abgesehen vom Admin und der künstlerischen Gestaltung?
Lea: Man darf mit einem tollen Chor mit Freund*innen arbeiten und Musik machen, gleichzeitig darf ich von Nic lernen und kann so unglaublich viel mitnehmen. Dadurch dass wir zu zweit sind, kann ich auch von der anderen Assistentin, Chiara Selva, lernen.
Deborah: Genau das. Und man hat einen einzigartigen Einblick in eine tolle nationale Kulturinstitution. Es macht Freude, sich für diesen Chor zu engagieren.
Lea: Unbedingt! Ich hoffe sehr fest, dem Chor auch etwas zurückgeben zu können.
Deborah, was würdest du Lea mit auf den Weg geben?
Deborah: Es lohnt sich immer, sich einzubringen und sich an Herausforderungen heranzuwagen. Und: Puffer einberechnen und Dinge delegieren ist die halbe Miete ;)
Und du, Lea, wann würdest du Deborah anrufen und sie um Rat fragen?
Lea: Sicher wenn es um Vorwissen geht! Deborah hat in ihrer Zeit als Assistentin so viele Einblicke gehabt, sei es musikalisch oder menschlich, dass ich von ihrem Ratschlag profitieren kann. Und auch ganz wichtig: Manchmal bin ich mir noch nicht sicher, was meine Rolle angeht: Welche Dinge soll ich machen? Aus welchen sollte ich mich eher zurückziehen? Was darf ich machen?
Zuletzt: Welches Stück dirigiert ihr am liebsten?
Lea: Am letzten Konzertwochenende durfte ich «Il grond silenzi» dirigieren – das war mein erstes Stück vor Publikum, und es hat mich sehr berührt und war eine tolle Erfahrung.
Deborah: Definitiv eines meiner Dirigier-Highlights war das letzte Stück, das ich dirigieren durfte: «Il Paradiso» von Julien-Francois Zbinden, ein wunderbares, abwechslungsreiches und farbiges Werk über die Transzendenz und die Liebe.
Deborah, wie geht dein musikalischer Weg weiter?
Deborah: Ich schliesse im Januar 2024 meinen Chorleitungsmaster in Zürich ab. Für mein Bachelorprojekt hatte ich mit vielen Freund:innen aus dem Schweizer Jugendchor das Vokalensemble auris aurea gegründet. Mittlerweile haben wir bereits drei Projekte realisiert und das vierte wird bald im Rahmen meines Masterabschlusses stattfinden. Ich kann nun so das im Schweizer Jugendchor und bei Nic Gelernte mitnehmen und in meine eigene Arbeit einfliessen lassen. Ich freue mich, in Zukunft im Sinfonischen Chor als Sängerin weiterhin Teil des Schweizer Jugendchors zu sein.
Wir wünschen dir, Deborah, nur das Beste auf deinem weiteren Weg!
Und nun freuen wir uns auf viele Proben, Konzerte und schöne Momente mit dir, Lea!